Verschlüsselung von Kabelnetzer Unitymedia angeblich ausgehebelt

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    • Verschlüsselung von Kabelnetzer Unitymedia angeblich ausgehebelt

      Die auf einer Nagravision-Variante basierende Verschlüsselung des nordrhein-westfälischen Kabelnetzbetreibers Unitymedia ist angeblich ausgehebelt worden.

      Das zumindest legen Einträge in einschlägigen Untergrundforen nahe. Davon sollen auch die Programme des Pay-TV-Anbieters Sky betroffen sein, die dort ausgestrahlt werden. Die hochauflösenden Programme können dagegen offenbar auch weiter nur mit einer Original-Smartcard gesehen werden.

      Die SAT+KABEL bemüht sich aktuell um eine Stellungnahme von Unitymedia. Eine Sprecherin teilte inzwischen mit, dass man die Information "prüfe" und derzeit noch nichts konkretes sagen könne. Noch immer gibt es keinen neuen Sachstand. Klar ist nur, dass die publizierten Schlüssel für den Empfang der Programme mit sogenannten SoftCAMs auf Kabel-Receivern mit offenem Linux-Betriebssysem geeignet sind.

      Der Kabelnetzer versorgt etwa 4,4 Millionen Haushalte. Alle Programme mit Ausnahme der Kanäle von ARD und ZDF sind grundverschlüsselt.

      Quelle: satundkabel.de
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    • [Update] Sky äußert sich zu Pay-TV-Hack bei Unitymedia

      Der Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland hat sich am Montag zu offensichtlichen Sicherheitslücken beim Kabelnetzbetreiber Unitymedia geäußert, die laut Berichten in einschlägigen Hackerforen auch die illegale Entschlüsselung von Sky-Sendern erlauben.

      "Sky hat davon Kenntnis, dass aktuell im Unitymedia-Kabelgebiet ein illegaler Empfang der Sky-Programme möglich sein soll. Wir analysieren die Situation momentan in enger Zusammenarbeit mit unserem Partner Unitymedia", sagte Unternehmenssprecherin Julia Buchmaier am Montagnachmittag gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.

      Wenn sich der Verdacht der unrechtmäßigen Nutzung bestätige, werde man gemeinsam mit dem Kabelnetzbetreiber "alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um einen illegalen Empfang unserer Programme so schnell wie möglich zu unterbinden", so Buchmaier. Die Pay-TV-Sprecherin betonte, man werde dafür alle zur Verfügung stehenden technischen und rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

      Von dem Hack betroffen sind nach ersten Recherchen von DIGITALFERNSEHEN.de neben den Unitymedia-eigenen Digitalpaketen auch Angebote von Partnern. Unter anderem sollen sich die Pay-per-View-Kanäle des Bezahlanbieters Sky über den Einsatz von Software-Emulatoren, sogenannten Softcams, mit den dazugehörigen Schlüsseldateien ohne offizielles Abonnement für den Empfang freischalten lassen.

      Unitymedia setzt bei seinen Smartcards vom Typ I02 auf die ältere Nagra-2-Verschlüsselung, die in der Branche als kompromittiert gilt. Eine Anfrage von DIGITALFERNSEHEN.de an den Kabelnetzer zu geplanten Maßnahmen läuft. In einer ersten Stellungnahme sagte Unternehmenssprecherin Katrin Köster der Redaktion am Mittag, man prüfe die Meldungen über einen vermeintlichen Hack derzeit und bitte "um Verständnis, dass wir sie solange nicht kommentieren möchten".

      Die aufgetretene Sicherheitslücke dürfte die Differenzen zwischen Unitymedia und Sky Deutschland weiter anheizen. Bereits seit Jahren konnten sich beide Parteien nicht über die Einspeisung weiterer HD-Sender verständigen. Unitymedia-Abonnenten steht in Hessen und Nordrhein-Westfalen aktuell lediglich die Sender Sky Sport HD zur Verfügung, obwohl Sky mehr als ein Dutzend hochauflösende Programme anbietet.

      Das Aushebeln von Sicherheitsvorrichtungen für den Pay-TV-Empfang gewinnt aktuell wieder an Brisanz. Erst im Januar hatte der öffentlich-rechtliche Sender ORF in Österreich einen Hack eingeräumt. In diesem Fall waren 1,3 Millionen Smartcards der Cryptoworks-Generationen 4, 5 und 6 von der Attacke betroffen, die auch die neu gestartete Bezahlplattform Austriasat erfasst.

      Das Umgehen von Pay-TV-Verschlüsselungen stellt in Deutschland einen Straftatbestand dar und schädigt außerdem neben den Veranstaltern letztlich auch die zahlenden Kunden der Bezahlplattformen, da deren Fortbestand mit steigender Schwarzseher-Quote wirtschaftlich gefährdet ist.

      Quelle: digitalfernsehen.de
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