TV-Veranstalter kritisieren Ultra-HD-Ansatz des DVB-Konsortiums

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      TV-Veranstalter kritisieren Ultra-HD-Ansatz des DVB-Konsortiums

      Erst vor wenigen Wochen hat das DVB-Konsortium die erste Phase der Spezifikationen für TV-Übertragungen im Ultra-HD-Standard veröffentlicht. Dieser Ansatz wird nun von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) als unbefriedigend kritisiert. Für eine geplante Weiterentwicklung zu 1080p-Übertragungen sei dieser nicht geeignet.

      Ultra HD soll in den kommenden Jahren Full HD als den besten Bildstandard für TV- und Videoübertragungen ablösen. Doch derzeit steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen. Die Europäische Rundfunkunion (EBU), der unter anderem die deutschen Rundfunkhäuser von ARD und ZDF angehören, hat nun ein erstes Positionspapier zum Thema Ultra HD abgegeben und zeigt sich darin ernüchtert über die bisherigen Ansätze.

      Höhere Auflösung allein reicht den Sendern nicht

      So seien Ultra HD und 4K zwar derzeit interessant für die Produktion, da unter anderem auch HD-Material aus Ultra-HD-Aufnahmen extrahiert werden könnte, weniger aber für die Übertragung von TV-Programmen. Dabei verweist die EBU auf die jüngst vom DVB-Konsortium festgelegten Spezifikationen für TV-Übertragungen in Ultra HD. Das Konsortium hatte dabei zunächst eine erste Phase für UHD-Ausstrahlungen von TV-Sendern ins Auge gefasst. In den Spezifikationen dieser Phase 1 werde laut EBU fast ausschließlich die höhere Auflösung von 2160p (3840 × 2160 Pixel) berücksichtigt. Weitere Parameter wie eine höhere Bildrate, eine höhere Dynamik, der größere Farbraum sowie die verbesserte Audiowiedergabe würden bislang jedoch keine Rolle spielen.

      Zwischenschritt soll 1080p sein

      Nahezu alle Parameter abseits der höheren Auflösung von 3840 × 2160 würden erst in Phase 2 der Spezifikationen eine Rolle spielen. Noch nicht standardisiert sei daher auch, wie ein möglicher 1080p-basierter HD-Service unter Zuhilfenahme von UHDTV-Parametern mit Ausnahme der höheren Auflösung aussehen könnte. Gerade eine solche Option für Übertragungen in 1080p sei jedoch für viele Rundfunkveranstalter eine attraktive Option. Aus Sicht der EBU und vieler ihrer Mitglieder ist der Umstieg von 720p auf 1080p ohnehin der nächste logische Schritt für die Entwicklung von TV-Übertragungen. Die EBU schlägt vor, dass dieses Anliegen bei einer Weiterentwicklung der Spezifikationen berücksichtigt werden sollte.

      Den aktuelle Ultra-HD-Ansatz erachtet die Rundfunkunion als unbefriedigend. Die verabschiedeten Spezifikationen werden aus ihrer Sicht nur wenig Anklang bei den Rundfunkveranstaltern finden. Ein Ultra-HD-Fahrplan für Europa sei somit noch immer nicht definiert. Die EBU-Mitglieder wollen sich nun für ein zufriedenstellendes Ergebnis bei der Festlegung der Spezifikationen für Phase 2 einsetzen.

      Quelle: digitalfernsehen.de
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